Feinstaubmasken nicht geeignet

Kein Atemschutz für Kinder bei Tihange-Störfall

By Hullie [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], from Wikimedia Commons

Der Rhein-Sieg-Kreis bereitet sich weiterhin auf einen Störfall im maroden belgischen Kernkraftwerk Tihange vor.  Teil der Vorsorgemaßnahmen ist die Bereitstellung von Jod-Tabletten. Bei der Beschaffung von Feinstaubmasken, die 99% der radioaktiven Partikel aus der Luft filtern sollen, musste die Städteregion Aachen nun einen Rückschlag hinnehmen. Obwohl auf dem Markt Schutzmasken der Klasse „FFP3“ erhältlich sind,  die von den Herstellern auch als „kindertauglich“ beworben werden, raten Experten und Kinderärzte von der Nutzung ab. Der Atemwiderstand der Schutzfilter sei zu hoch; dadurch könne aus zu einem verminderten Luftaustausch und Atemnot kommen.

Zwar unterliegen FFP3-Masken entsprechenden Normen, diese beziehen sich aber nur auf erwachsene Träger.  Eine Unterstützung vom Land NRW oder vom Bund gäbe es nicht, Atemschutz für Kinder sei kein Thema bei den übergeordneten Behörden. Daher hat die Städteregion das Vorhaben nunmehr aufgegeben.

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