Land NRW verteilt Jod-Tabletten an Apotheken

Rhein-Sieg-Kreis bereitet sich auf AKW-Unfall in Belgien vor

Die Behörden in Nordrhein-Westfalen sorgen für eine atomare Havarie in den belgischen Kernkraftwerken Tihange und Doel vor. Beide Meiler gelten aus deutscher Perspektive als nicht sicher, was eine Vielzahl von Störfällen in den Anlagen so auch bestätigt. Die Grenznahe Lage – die Anlagen liegen ca. 120 bzw. 200 Kilometer – hat die Landesregierung in NRW nun dazu veranlasst, mehr als 150 Apotheken in der Region mit einer ausreichenden Menge von Jod-Tabletten zur kostenlosen Abgabe an die Bevölkerung zu beliefern.

Im Falle eines Atomunfalls ist Jod-131 eines der strahlenden Isotope, die freigesetzt werden. Im Körper kann es nicht vom körpereigenen Jod unterschieden werden und wird vor allem in der Schilddrüse angereichert. Bei der Einnahme von Tabletten mit dem nichtstrahlenden Kaliumiodid wird die Schilddrüse mit Jod gesättigt, so dass sie kein weiteres radioaktives Jod aufnimmt. Ein Schutz gegen andere Isotope wie Caesium wird damit aber nicht erreicht.

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