Drastisches Video gegen Gaffer

Drei junge Erwachsene fahren an einem Einsatz der Feuerwehr bei einem schweren Verkehrsunfall vorbei. Sie steigen aus, nähern sich dem Unfall und machen Fotos, die sie im Internet posten. Angestachelt durch ihre Neugier und die Reaktionen aus dem Netz, nähern sie sich immer weiter dem Unfallort, um noch spektakulärere Bilder machen zu können. Was als harmloses Spiel beginnt, wird zunehmend zu einem voyeuristischen Exzess, der bis zur Behinderung der Rettungsarbeiten führt. Das Ende schockiert – und das ist so auch gewollt.

Das Video entstand in einer Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück, dem Bürgerverein Wüste e.V. und der Filmproduktionsfirma Blickfänger. Es soll zum einen eine gesteigerte Wahrnehmung des Themas bewirken und vor allem dazu auffordern, kein Gaffer zu werden. Die Message lautet: Es kann jeden treffen – auch den, der gafft.  Fraglich bleibt letzten Endes, ob diese Quintessenz auch bei denen ankommt, die aktiv gaffen und filmen oder anders gesagt: Es steht zu befürchten, dass die Gaffer, die hier angesprochen sind, geistig kaum in der Lage sind, die Aussage des Videos zu begreifen. Leider.

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