Feuerwehr lässt die Helfer in Blau abblitzen

THW in Bonn beklagt Nichteinbindung in die Gefahrenabwehr

Für jeden ehrenamtlichen Helfer ist die Einbindung seiner Tätigkeit in die öffentliche Gefahrenabwehr die größtmögliche Motivation. Daran mangelt es leider häufig in den Städten, die eine Berufsfeuerwehr unterhalten.  Oftmals wird dort auf der Verwaltungsebene die Einbindung der freiwilligen Einsatzkräfte nicht gewünscht – auch wenn dies so öffentlich von den Verantwortlichen niemals zugegeben würde. Aktuell beklagt sich das Technische Hilfswerk in Bonn darüber, dass die Helfer in Blau von der Feuerwehr auch bei Großschadenslagen nicht herangezogen werden. Das Sturmtief „Friederike“ hat auch in der ehemaligen Bundeshauptstadt große Schäden hinterlassen, unter anderem viele entwurzelte und umgestürzte Bäume. Und obwohl des THW bekanntermaßen über Einsatzkräfte verfügt, die an der Kettensäge geschult sind und zudem schwere Räumfahrzeuge wie Radlader einsetzen kann, wurde die Lage allein mit den Kräften von Berufs- und freiwilligen Feuerwehren abgearbeitet. Bestimmte Einsatzstellen, z.B. auf dem Kaiser-Karl-Ring hätten sehr viel schneller geräumt werden können, wenn die Leitungsebene der Berufsfeuerwehr das an diesem Tag mehrfach ergangene Angebot zum Einsatz der THW-Helfer angenommen hätte.

Die Feuerwehr sowie Verwaltungsbeamte der Stadt weisen die Vorwürfe zurück. Beim Lagebild während des Sturms sein ein Einsatz der THW.Einheiten „nicht indiziert“ gewesen. Den Vorwurf, man wolle nach Möglichkeit alle Einsatzlagen selbst arbeiten, wird kategorisch bestritten. Die Realität zeigt jedoch ein anderes Bild.

Quelle: General-Anzeiger

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